
Gurkenpflanze von Kürbis besucht
In unserem Garten, genauer gesagt in unserem Treibhaus, haben wir heute eine richtige Kuriosität gefunden! Wir haben an einer Seite Gurken und an der anderen Seite Tomaten angepflanzt. Die Gurken kamen nach ein wenig Anlaufschwierigkeiten dann doch gut. Von allen drei Pflanzen haben wir recht schnell leckere Gurken ernten können. Anfang der Woche machten wir eine merkwürdige Feststellung: Eine Blüte hing an der Decke des Treibhauses. Die Blüte hatte hinter sich eine runde (!) Frucht – Ein Kürbis.
Heute habe ich mir die Arbeit gemacht, den über 5 Meter langen Trieb zurück zu verfolgen. Siehe da, er kommt aus der Wurzel der mittleren Gurkenpflanze. Die Erklärung ist einfach: Um Gurken robuster (z. B. gegen Mehltau) zu machen, werden sie gerne auf Wurzeln von Kürbispflanzen gesteckt. Die Stiele der zwei Pflanzen wachsen zusammen und es entsteht für gewöhnlich eine Gurkenpflanze, die dank der kräftigen Kürbiswurzel sehr resistent sein soll. Hier ist es nun passiert: Aus einer Wurzel haben sich beide Gattungen hervor getraut.

Wir wissen noch nicht, welche Art von Kürbis es ist. Nun werden wir versuchen, ein paar Ablagen in das Treibhaus zu bauen, damit die Kürbis-Früchte, die weit oben in der Luft hängen, eine Art “Liegefläche” bekommen. Die Pflanze(n) haben wir auf dem Plöner Wochenmarkt gekauft. Leider gab es kein Schild an der Pflanze. Dort hätte vielleicht gestanden, mit welchem Kürbis die Gurkenpflanze veredelt wurde. Nun heißt es abwarten.
In jedem Fall werde ich hiervon weiter berichten!
Hier noch einmal ein Foto, auf welchem man sehen kann, wie sich aus der Wurzeln beide Pflanzen gebildet haben.

Nachtrag vom 31.07.: Die Kürbispflanze ist nun am Boden angekommen, wo wir sie behalten. Wir bleiben gespannt, was da noch draus wird.
Erneuter Nachtrag aus 2010: Die Kürbisfrüchte sind stets klein geblieben und nach kurzer Zeit verfault, bevor man sie ernst nehmen konnte. Zum einen wohl das falsche Klima, zum anderen der ewig lange Trieb. Aber lustig war es in jedem Fall.